Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet Ukraine

Informationen vom Landratsamt Mittelsachsen

 

Aufgrund der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine erreichen die Stabsstelle Ausländer- und Asylangelegenheiten auf unterschiedlichsten Wegen Angebote zur Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge. Um die angebotene Hilfe besser koordinieren zu können, möchten wir Sie bitten, dass Sie Ihre Unterstützungsangebote zentral an die E-Mail schicken. Geben Sie dabei bitte genau an in welcher Form Sie unterstützen möchten bzw. was Sie sich vorstellen könnten (z.B. Dolmetschertätigkeit, Sachspenden, Patenschaften u.ä.). Sollten Sie Wohnraum für ukrainische Flüchtlinge bereitstellen wollen, benötigt die Stabsstelle unter anderen Informationen zu Ansprechpartner, Größe der Wohnfläche (für wie viele Personen und ob das Wohnangebot kostenfrei ist.

Die Stabsstelle würde sich dann zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen. Wir bedanken uns für die bisher bereits gezeigte Hilfsbereitschaft.

 

Ansprechpartner: Ronny Einhorn

 

Landratsamt Mittelsachsen

Stabsstelle Ausländer- und Asylangelegenheiten

Stabsbereich Koordination Unterbringung und Integration

Dr. Wilhelm-Külz-Straße 16

09618 Brand-Erbisdorf

Telefon:   03731 799-3692

E-Mail:     

Internet: www.landkreis-mittelsachsen.de

 

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Im Landratsamt sind jetzt konkrete Ansprechpartner benannt worden, die Fragen rund um das Thema Flucht aus der Ukraine beantworten. Sie nehmen auch Wohnraum-Angebote entgegen. Zudem gibt es Hinweise zum rechtlichen Verfahren für Geflüchtete.

Gleich zu Beginn der Kreistagssitzung ging Landrat Matthias Damm heute auf die Opfer des Krieges in der Ukraine ein. „Mich macht diese Situation in hohem Maße betroffen. Noch immer kann ich es nicht fassen, welche Entwicklung es in den vergangenen Tagen gegeben hat“, so Landrat Matthias Damm. Ein souveränes Land dringt in ein anderes souveränes Land in Europa ein, nach Jahrzehnten des Friedens. „Meine Gedanken sind bei den Menschen vor Ort, bei Familien auf der Flucht und es ist unsere Pflicht, zu helfen und zu unterstützen“, so der Landrat. Er spüre eine riesige Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, zahlreiche Initiativen wurden in Mittelsachsen gestartet. „Diese Solidarität ist unheimlich wichtig und für dieses Engagement bedanke ich mich ausdrücklich“. Nach Kenntnis des Landrates sind schon mehrere vor dem Krieg geflohene Ukrainer bei Familien, Freunden oder Helfern untergekommen. Eine genaue Zahl liegt nicht vor. Die Ausländerbehörde bittet generell bei einer privaten Aufnahme von Kriegsflüchtlingen um eine E-Mail an  über das beigefügte Kontaktformular

Im Landratsamt sind jetzt konkrete Ansprechpartner benannt worden, die Fragen rund um das Thema Flucht aus der Ukraine beantworten. Dazu gibt es eine zentrale E-Mail Adresse: . Außerdem wird ein Bürgertelefon unter der 03731 799 3740 geschaltet, das von Montag bis Freitag von 09:00 bis 16:00 besetzt sein soll. Bis diese Nummer aktiv ist, können sich Anrufer an Jennifer Diehl unter der Nummer 03731 799 3411 wenden. Dort können auch Wohnungsangebote oder andere Unterbringungsmöglichkeiten gemeldet werden. Fast 70 Wohnungen, drei Einzelzimmer und sogar ein Hotel gingen bisher als Meldungen ein.

Der Landkreis selbst hat in seinen Gemeinschaftseinrichtungen, Wohnungen und Wohnprojekten rund 320 freie Plätze. Davon können 140 Plätze (Stand: 2. März, 15:00 Uhr) kurzfristig für Familien aber auch für alleinstehende Frauen mit Kindern zur Verfügung gestellt werden.

Auch Meldungen für Sachspenden gingen bereits ein. In diesem Zusammenhang verweist der Landkreis auf das neue Portal des Freistaates. Dieses soll noch in dieser Woche gestartet werden und die Spendenannahme zentral organisieren.

Rechtliches Verfahren:

Grundsätzlich können sich Personen aus der Ukraine 90 Tage ohne Visum in Deutschland aufhalten. Der Aufenthalt kann um weitere 90 Tage durch die hiesige Ausländerbehörde verlängert werden. Betroffene melden sich bitte für eine Registrierung dennoch zeitnah nach ihrer Einreise unter der E-Mail . Die Kreisbehörde informiert sie dann anschließend über die weitere Verfahrensweise und eine mögliche Visa-Verlängerung um weitere 90 Tage. Bei der visafreien Einreise besteht kein Anspruch nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Anders verhält es sich, wenn ein Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz (Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz) gestellt wird. Die Registrierung und Erstuntersuchung erfolgt in der Erstaufnahmeeinrichtung in 04356 Leipzig, Graf Zeppelin Ring 6. Die Verweildauer in dieser Einrichtung soll nur kurz sein, da die Antragssteller schnell auf die Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte verteilt werden sollen.

Personen, die jetzt schon bei Helfern in Deutschland untergebracht sind, sollen sich bitte bei der Stabsstelle per E-Mail an  melden. Der Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis kann auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen und muss nicht sofort gestellt werden. Die Kriegsflüchtlinge erhalten einen Aufenthaltstitel von einem Jahr, der verlängert werden soll.

Aktuell wird an einem Fragen-Antwort-Katalog für die Internetseite des Landkreises mit ausführlichen Information gearbeitet. Er soll demnächst online gestellt wird. Bis dahin können sich Interessierte beim Bund informieren.

 

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Sie möchten helfen? Nutzen Sie hierfür gern das folgende Formular vom Landratsamt.

 

- Hilfeformular

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie über den folgenden Link:

BMI - Homepage - Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine