Gemeinde Zschaitz-Ottewig

Das Miteinander der Bürger und Vereine in Zschaitz-Ottewig zeigt sich beim Dorf- und Vereinsfest im Juli

 

 

BM Zschaitz

Bürgermeister Zschaitz-Ottewig, Immo Barkawitz

 

Am ersten und zweiten Juli hat die Gemeinde Zschaitz-Ottewig wieder ihre großen Tage. Das traditionelle Dorf- und Vereinsfest im Tal der Jahna lädt die Bürger zum Schauen und Erleben ein.

„Es wird wieder ein Treffen sein, wo Kultur, Geselligkeit und Sport abwechslungsreiche Stunden bereiten und wo das Miteinander der Einwohner und Vereine anschaulich sichtbar wird“, sagt Bürgermeister Immo Barkawitz. Auf dem Festgelände am Sportplatz und Naherholungszentrum in Zschaitz geht es rund: Am Sonnabendnachmittag wird sportlich gestartet. Von 14 bis 16 Uhr ist Sommerbiathlon. Die Teilnehmer können beim Joggen und Luftgewehrschießen ihre Kondition und Treffsicherheit beweisen. 16 Uhr wetteifern dann vier Teams beim Fußballturnier um den Sieg. Abends wird zum Tanz ins Festzelt eingeladen. Auch der Sonntag beginnt sportlich. 10 Uhr werden die Wettbewerbe auf der Freiluftkegelbahn eröffnet. Ein Highlight ist am Sonntag von 10 bis 14 Uhr das Human-Soccer-Turnier, das schon bei der Premiere im Vorjahr für Riesenspaß sorgte. Das Spiel funktioniert ähnlich wie Tischfußball, allerdings mit echten Spielern, die an Stangen stehen. Zehn Mannschaften waren 2016 mit von der Partie. „Wir erwarten auch diesmal eine gute Resonanz“, bemerkt der Bürgermeister. Natürlich hält das Fest noch vieles andere für Groß und Klein parat: Puppentheater, Kinderschminken, Karussell, Gaumenfreuden und weiteres. Interessant wird sicher auch eine Rundwanderung am Burgberg sein, wo die Besucher vorgeschichtliche und frühmittelalterliche Burgwallanlagen betrachten können.

 

Das Org-Team hat schon seit geraumer Zeit Vorbereitungen für das Fest getroffen, das diesmal aktuell im Zeichen der 500-jährigen Ersterwähnung der Lommatzscher Pflege Jahr steht. Auch 2017 sind Vereine, Gemeinderat und Verwaltung engagiert dabei, um den Bürgern allerlei Kurzweil zu bereiten. „Ein gut funktionierendes Gemeindeleben trägt sich vor allem auch durch den ehrenamtlichen Einsatz vieler Leute und Gemeinschaften“, sagt der 54-jährige Bürgermeister.

Der Förderverein der Feuerwehr Zschaitz, der Frauenverein, der Faschingsverein, der Sportverein SV 52, der Männerchor oder auch die Jugendclubs in Goselitz und Ottewig sowie noch weitere Helfer sind da zu nennen. Der Eintritt zum Fest ist kostenlos. Auch Sponsoren wie die Stadtwerke Döbeln sowie Handwerksbetriebe und weitere Unternehmen unterstützen das Gelingen des Festes. „Ohne deren Mitwirkung wäre ein solches Ereignis nicht machbar“, meint Immo Barkawitz. Denn die kleine Gemeinde im Norden des Landkreises Mittelsachsen mit ihren 1350 Einwohnern in zwölf Ortsteilen, die eine Verwaltungsgemeinschaft mit Ostrau hat, kann keine großen Sprünge machen. Die finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt. In diesem Jahr, sagt der Bürgermeister, werde die Feuerwehr in Ottewig ein neues Fahrzeug erhalten. Ferner werden u. a. einige Straßen saniert, die Zufahrt zum Sportplatz in Zschaitz in Schuss gebracht und die Brücke über die Jahna in Baderitz erneuert.

 

Bürgermeister Barkawitz, seit 2008 im Amt und ehrenamtlich tätig, denkt pragmatisch. „Bei einer Eingemeindung in eine andere Kommune hätten wir vielleicht Vorteile, was Investitionen anbelangt. Doch unsere Selbstständigkeit würde verlorengehen. Gerade die Bürgernähe, der kurze Weg für Entscheidungen, ein eigener Haushalt seien wesentliche Gründe, als selbstständige Gemeinde weiter zu bestehen. Da bin ich mir mit unserem Gemeinderat einig“, so der Bürgermeister. Wünsche für kommunale Verbesserungen hat Zschaitz-Ottewig so einige. Immo Barkawitz denkt da zum Beispiel an die Instandsetzung der Straße zwischen Auterwitz und Glaucha, die sich in einem sehr schlechten Zustand befindet, oder an den Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes und an einen neuen Spielplatz in Goselitz. „Doch wir müssen Prioritäten setzen“, bemerkt er. Als Gemeindeoberhaupt im Ehrenamt gefällt ihm seine Tätigkeit. Der Agrotechniker und Agraringenieur, der seit 2006 als selbstständiger Handelsvertreter für Medizintechnik arbeitet, kann da auf den engen Kontakt zur Bürgerschaft bauen. Langjährig war er Vorsitzender des SV 52 Zschaitz, ist dort seit acht Jahren Übungsleiter der B-Junioren. Auch als Jagdpächter oder als Mitglied im Faschingsverein engagiert sich der Vater dreier Kinder. „In unserer Gemeinde geht es nicht anonym zu. Das dörfliche Leben hängt mit maßgeblich vom Miteinander der Bürger ab“, sagt er.

(Text und Foto: Dieter Hanke)

 

 

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