|
Trebanitz gehört seit 1950 zu Ostrau.
Erstmals wird Trebanitz 1312 als "Trebetitz" erwähnt. Der Ort gehört zu den ältesten sorbischen Ansiedlungen in der Gegend. Drei Bauerngüter waren 1554 im Dorf zu finden.
Zu alter Zeit gehörte Trebanitz zum Kloster Altzella, kam aber später zum Sankt Georg Hospital in Döbeln. Während des Dreißigjährigen Krieges kam auch die Pest ins Dorf und viele Bewohner verstarben. Nur noch zwei Bauernhöfe blieben erhalten.
Am 14. November 1860 wurden bei einem Großbrand neben vielen Wirtschaften und der Mühle auch die zwei Bauernhöfe vernichtet. Der Gutsbesitzer Heinrich Adolf Roßberg aus Münchhof kaufte die Brandstelle mit Land. Darauf entstand ein großer Gutshof.
Die Kalkgewinnung spielte in Trebanitz über Jahrhunderte eine große Rolle. Seit 1618 kann der Kalkabbau nachgewiesen werden.
Seit 1839 hatte Trebanitz auch eine Schule, die allerdings mit Beginn des 2. Weltkrieges geschlossen wurde. Nach Kriegsende siedelten sich viele Flüchtlingsfamilien aus den Ostgebieten an. Mit der Bodenreform 1945 wurde das Land an landarme Bauern verteilt. Ab Mitte der sechziger Jahre bis 1990 gab es dann die LPG.
Heute hat sich der kleine Ortsteil zu einem schmucken Örtchen gemausert.
(Informationen von Herr Werner Sicker)
|