Die Spannung wurde dann auch für jeden Nichtreiter spürbar, als der "Master" das Aufsitzen befahl. Jeder Teilnehmer muß im Jagdfeld Disziplin wahren, den Befehlen des Masters gehorchen und Rücksicht auf andere Reiter und Pferde nehmen. Bis zur Freigabe der Jagd darf der Führer z.B. nicht überholt werden.Über abgeerntete Felder, Fluren und Feldwege führte der Ritt am Ortsrand von Zschochau vorbei zum Huthübel und nach Wuhnitz. Herrliche Herbstsonne begleitete die Reiter und den langen Troß von Kremsern und PKWs. Auf dem Hof von Franz Josef Isensee in Wuhnitz wurden mit Getränken und Gulaschkanone für eine stärkende Mittagspause gesorgt. Pferd und Reiter konnten sich dort auf den Höhepunkt der Fuchsjagd vorbereiten. Denn ein anspruchsvoller Ritt über Gräben und Hindernisse war noch zu bewältigen, bis der Master das Zeichen für die Jagd auf den "Fuchs" Lynn Sander gab. Das Donnern der Hufe, die anspornenden Rufe der Zuschauer, die riesige Staubwolke - vierzig dahingaloppierende Reiter - ein phänomenales Bild. Sieger und somit Fuchs fürs nächste Jahr ist Dirk Wentzlaff auf der englischen Vollblutstute Inka, aus Mutzschen. Der 27-jährige selbständige Wirtschaftsberater konnte eher reiten als laufen, wie er verriet. Zahlreiche Pokale hat er bereits heimgeholt. Hauptsächlich seinem Vater verdankt er diese Erfolge, der ihm buchstäblich das Laufen bzw. das Reiten beigebracht und die Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Unvergesslich für alle war diese Fuchsjagd, die am Abend mit einem großen Reiterball auf der Tenne vom Hofgut Beutig einen krönenden Abschluß fand. Die Mädels vom LCC Lommatzsch boten eine tolle Tanzshow und brachten den "Saal" auf Hochstimmung. Vielen Dank an die Gastgeber, Familie Sander und die vielen Helfer für diesen gelungenen Tag!
Text u. Fotos: B.S., impuls-Verlag Nossen